Borkum

Unterwegs in den Dünen von Borkum

Ich wollte schon immer mal die ostfriesische Nordseeinsel Borkum sehen und jetzt, da ich quasi in der Nähe beheimatet bin dachte ich mir, mach es einfach! Irgendwie erinnert mich das ganze an meine alte Heimat Kärnten. Dort stieg man ins Auto und ruck zuck, in 2,5 bis 3 Stunden war man an der Adria in Caorle, Jesolo oder Lignano. Hier ist es ähnlich. Von Recklinghausen aus ist man über die A31 in etwa 3 Stunden in Emden und steigt in die Fähre nach Borkum.

Sitzt man mal auf der Fähre, hat man das Gefühl bereits am Meer zu sein, obwohl das nur das der Flut ausgesetzte Mündungsgebiet der Ems ist. Nach etwa 1,5 Stunden ist man dann beim Fähranleger in Borkum angekommen. Was ich witzig finde ist die Weiterfahrt ins Stadtzentrum. Diese absolviert man mittels eines kleinen Zuges, zur Freude aller Kinder. Unsere Unterkunft lag gleich in der Nähe der Stadtstation und von dort aus war es nicht weit bis zum riesigen Strand von Borkum.

Nach dem Einchecken machten wir uns sogleich auf den Weg zum Strand. Wir marschierten viele Stunden durch den Sand und waren noch lange nicht am Ende des Strandes angekommen. Wie gesagt, er ist so riesig, dass man meinen könnte, es handelt sich in Wirklichkeit um eine Wüste. Vor Borkum liegt eine kleine Bucht, die von einer Sandzunge umschlossen ist. Der Weg führte uns an dieser Bucht vorbei, bis hin zur Sperrzone vor die Nordseerobben. Am Nordstrand entlang ging es Kilometerweit raus in Richtung menschenleeres Gebiet, denn je weiter man weg ist von den Hotels, desto weniger Menschen trifft man an.

Der Weg führte uns weiter durch die Dünen und was wir da fanden war sehr beeindruckend. Wir fanden Sandformationen die an das Monument Valley erinnerten, nur eben in Miniaturform. Diese Gebilde waren wunderschön aber sehr fragil. Geformt von Wind und Wasser zerbrachen sie bei der Berührung. Weiters fanden wir marmorierten Sand, der quasi als Fundament der Dünen diente. Dieser zeige wunderschöne Strukturen und war ebenfalls von Wind und Wetter geschliffen worden.

Nach etwa 4 Stunden marschieren gelangten wir wieder in die Zivilisation, genauer gesagt zum Cafe Sturmeck, wo wir bei einer grandiosen Aussicht über den Strand unsere Getränke genossen. Aber nicht nur Getränke sind was feines auf Borkum, man sollte zwei Dinge unbedingt machen. Das erste ist das Wandern über die Dünen. Abgehakt ;-). Das zweite ist Fisch zu essen. Und den gibt es dort an jeder Ecke in Hülle und Fülle. Einfach nur ein Traum sag ich Euch!

Nach einer kurzen Nacht ging es sehr früh wieder raus aus den Federn. Wir wollten natürlich auch den Sonnenaufgang in den Dünen erleben, aber dazu mussten wir wieder marschieren. Deshalb mussten wir früh aufstehen. Es hatte den Anschein, als ob nur wir die einzigen waren, die in Borkum unterwegs waren. Nach etwa einer Stunde erreichten wir unsere Fotolocation in den Dünen, umgeben von hohem Gras ... und von einer Vielzahl von Hasen, die sich da im Morgenlicht durch die Dünen tummelten.

Der Sonnenaufgang war wunderschön mit zarten Farben und ohne Wolken. Irgendwie ist es ähnlich wie in den Bergen, denn, wenn man in den Bergen vom Rauschen der Bäche umgeben ist, dann ist es hier das Rauschen des Meeres. Nur die Wege sind vielleicht nicht so anstrengend wie in den Bergen. Wir fotografierten also einen stillen Sonnenaufgang mit einer leuchtend orangenen Sonnenscheibe und gingen danach wieder zufrieden zurück zum Frühstück.

Danach ging es wieder ab zur Fähre und zurück nach Hause, wo eine Vielzahl an Fotos auf die Entwicklung warteten.

Fotografien aus Borkum:

Galerie Borkum Panoramafotos Borkum

 

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