Pohnpei

Föderierte Staaten von Mikronesien – Pohnpei

Zu Pohnpei – einem Bundesstaat der Föderierten Staaten von Mikronesien – gehören die gleichnamige Hauptinsel Pohnpei, die bewohnten Atolle Sapwuahfik, Mokil und Pingelap, die südlich gelegenen Atolle Kapingamarangi und Nukuoro sowie weitere 162 kleine Inseln und Atolle. Die Insel Pohnpei besitzt etwa 334 km² Landfläche und ist auch die größte Insel der Föderierten Staaten von Mikronesien. Im Vergleich dazu beträgt die Fläche des gesamten Bundesstaates Pohnpei 345 km². Die Hauptstadt der Föderierten Staaten von Mikronesien ist Palikir und liegt ebenso wie das wirtschaftliche Zentrum und Hauptstadt von Pohnpei, Kolonia, auf der Insel Pohnpei.

Die Insel ist heute in die fünf Distrikte, Sokehs, Net, Uh, Kitti und Madolenihmw sowie der Hauptstadt Kolonia aufgeteilt, denen heute je zwei Oberhäupter, der Nahnmwarki und Nahnken vorstehen. Wirtschaftliche Aspekte, neben dem Anbau landwirtschaftlicher Erzeugnisse und dem Fischfang sowie den Einrichtungen der föderalen Regierung, ist auch der Tourismus. Hier spielt vor allem die kulturelle Vergangenheit Pohnpei’s eine wichtige Rolle, nämlich den Überresten von Plattformen kultureller und religiöser Orte wie zum Beispiel der Basaltstadt Nan Madol oder der rituellen Stätte Sapwtakai in Kitti. Hambruch beschreibt den Inselnamen Pohnpei (bis 1990 Ponape) mit „auf den Steinsetzungen“ und auf den übrigen Karolinen Inseln wurde Pohnpei Tanu Péi (Land der Steinsetzung) genannt. Morgan benennt die Insel mit „auf dem steinernen Altar“. Wie Pohnpei besiedelt worden ist kann heute nicht mehr rekonstruiert werden. Es gibt Ahnenplätze (meréi), die den polynesischen marae sehr ähnlich sind. Alte Herrschersitze wie jener in Kitti, Geschichten über Pfeilerhäuser von Hambruch, Berichte über den Friedhof der Zwerge von Hambruch sowie die Sage vom großen hellfarbenen Riesengeschlecht (Kona), die aus dem Süden kamen,ebenfalls von Hambruch, sind vermutlich Hinweise auf frühe Besiedelungen.

 

Versammlungshauses von Usennamw, nach Hambruch, Athens, Morgan, Campbell, O'Connell et. al.
3D-Modell Zöhrer

 

Schlafhaus (hare nohonga), Kapingamarangi, nach Te Rangri Hiroa
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Dachhaus (hare tongi), Kapingamarangi, nach Te Rangi Hiroa
3D-Modell Zöhrer

 

Renderings aus meiner Dissertation am Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien
Titel: Materielle Kultur: Die Traditionelle Architektur Ozeaniens in 3D
Betreuung: Ao.Univ. Prof. Mag. Dr. Hermann Mückler
Rigorosum: September 2012

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