Über mich

Fotografie bedeutet für mich Loslassen, Freiheit und Harmonie. Es ist ein Lebensgefühl, das sich sehr positiv auf mein Wesen auswirkt. Die poetische und spirituelle Anwendung der Landschaftsfotografie ist für mich ein Weg, um mich selbst zu spüren und im Gleichgewicht zu bleiben. Und so habe ich viel Zeit meines Lebens damit verbracht zu lernen wie Fotografie für mich funktioniert und vor allem was für einen Nutzen ich daraus ziehen kann. Schon in meinem Beruf als Architekt war mir klar, dass Gebäude ohne Geschichte nur leere Hüllen sind, also nicht mit Leben gefüllt und noch dazu im Erscheinungsbild sehr trist und grau waren. Aufgrund meiner interdisziplinären Arbeitsweise während meiner Forschungen der technischen und menschlichen Disziplinen erkannte ich, dass sich dieses Prinzip in die Fotografie übertragen lässt und so entstand ein Projekt, das mein Leben bis heute prägt.

Die Kraft des Sehens – Mehr als nur ein Foto.

Fotografie, die im Herzen entsteht. Das ist es was ich liebe, eine Wertschätzung gegenüber der Fülle und Schönheit der Natur und der tiefe Dank für die Momente des Erleben und Spüren. All das bewahre ich mir im Inneren und konserviere es in meinen Fotos.

 

Fotografie ist Bewusstheit, die in Fotos bewahrt wurde – Sie lehrt mich zeitlos und still zu werden.

 

2016-01-21_22_Dobratsch256-1Mein Name ist Günter Zöhrer. Ich bin 1971 in St. Veit an der Glan (A) geboren und bin Vater von 2 Kindern. Ich lebe in München und Klagenfurt. Fotografieren begann ich im 13. Lebensjahr, also vor über 30 Jahren, wobei sich die Leidenschaft zur Fotografie unterschiedlich ausdrückte und kontinuierlich veränderte. Mein Interesse galt am Anfang nicht alleine der Fotografie, sondern ich liebte es in der Natur zu sein, was sich durch meine sportlichen Aktivitäten des Bergsteigens, Schifahrens sowie mein Interesse an Schitouren ausdrückte. Im Laufe der Zeit erweiterte ich dieses Interesse durch das Paragleiten sowie als Snowboardlehrer (österr. Landeslehrer). Bereits in jungen Jahren galt mein Interesse auch den Kulturen dieser Erde und der bildenden Kunst, was ich anhand meines 2. Bildungsweges, ein Studium der Architektur an der Technischen Universität Wien sowie meiner Promotion in der Sozialwissenschaft (Kultur- und Sozialanthropologie) an der Universität Wien verfolgte. Meine Schwerpunkte in der Forschung liegen in der "Non-European Architecture", also allen, vorwiegend indigenen Baustilen, die nicht in Europa auftraten. Dies verknüpfte ich mit der Darstellungsmethode der 3D-Visualisierung. So kam es, dass ich viele Forschungsreisen in die entlegensten Gebiete der Erde unternahm um traditionelle Bauten zu studieren und zu dokumentieren und um diese an der Universität in 3D zu modellieren und visualisieren. Meine Dissertation ist zum Beispiel der traditionellen Architektur des Pazifischen Raumes (Ozeanien) gewidmet.

Bis etwa zum ersten Drittel meines Studiums der Architektur fotografierte ich mit einfachen Pocket- und Filmkameras sowie Spiegelreflexkameras von Nikon (F80 und F90). Ab dem Beginn meiner Forschungsreisen stieg ich langsam in die Digitalfotografie ein, was auch durch die Anwendung der Technik des 3D-Laserscannings in meinen Forschungsprojekten erforderlich wurde. Mit dem Kauf der Nikon D200 wurde mein Enthusiasmus drastisch verschärft und ich widmete mich nun noch intensiver der Fotografie, vorwiegend der Architektur- und Landschaftsfotografie. Vor allem bei meiner vierwöchigen Hawaii Reise, die der Erforschung der noch vorhandenen traditionellen Bauten der Hawaiianer (Hale, Heiau, Pu’uhonua) gewidmet war, hatte ich intensive Foto-Sessions, sowohl in der Natur als auch an historischen Plätzen. Danach folgte die Nikon D700, eine Kamera mit der ich auch heute noch sehr gerne Fotografiere. Ab der Mitte meines Studiums hatten  sich bereits einige Aufträge in Landschaft-, Event- und Architekturfotografie ergeben.

Im Laufe der Zeit investierte ich in unterschiedliche Hardware von Nikon, Manfrotto, Sirui, Novoflex und Mindshift Gear. Die Bearbeitung und Archivierung meiner Fotos erfolgen in Adobe Photoshop Lightroom, welches für mich zum unverzichtbaren Werkzeug zur kreativen Entfaltung wurde. Zusätzlich verwende ich noch die Nik Collection als PlugIn in Lightroom und Photoshop CC. Zur Generierung meiner Panoramafotos arbeite ich mit der Software PTGui Pro. Ein unglaublich vielseitiges Programm. Eine genaue Auflistung meines Equipments entnehmen sie bitte hier.

Fotografie hinterlässt Spuren!

gutscheinMeine Interessen nach der Promotion galten meinen Kindern, aber auch der spirituellen Lehren dieser Welt. Ich hatte so viel von unterschiedlichen Kulturen gelernt und gesehen, das ich verwundert darüber war, zu welchen Denk- und Handlungsweisen der Mensch überhaupt fähig ist. Zusätzlich hatte ich selbst einige Zeiten zu meistern, Zeiten der intensiven Auseinandersetzung mit mir selber, was mir auch die Frage auflegte, wie man sich selbst und seine Welt um sich, am besten führt und gestaltet. Ich las intensiv in der Literatur über Spiritualität, Psychologie und besuchte Seminare zu diesem Thema. Auch begann ich eine Ausbildung als Transformationscoach und erkannte, dass viele, uns zum Teil völlig unbekannte und abstrakt erscheinende Anwendungen, viel dazu beitragen können, sich besser zu fühlen sowie glücklicher und erfolgreicher zu sein. Aus diesem Grund begann ich mein interdisziplinäres Wissen zu vereinen und entwickelte die Idee der vier Fotozeiten. | Gehzeit Ruhezeit Kreativzeit Emotionszeit | Daraus entstand eine spirituelle Sichtweise der Fotografie und das bewusste Erkennen der eigenen Kraft des Sehens. Diese Form der Fotografie hilft mir selbst immer wieder Bewusstheit zu erlangen, Inneres los zulassen und das Leben so zu akzeptieren, wie es für mich ist. Fotografie in der Natur hält mich im Gleichgewicht.

Auch die ZEN-Fotokunst interessierte mich, denn ohne, dass ich früher darüber Bescheid wusste, wendete ich Teile des Inhalts des ZEN-Buddhismus in der Fotografie an. Trotzdem halte ich daran nicht fest, denn aus meiner Sicht kann die Fotografie aus Informationen unterschiedlicher Lehren bestehen. Informationen, die vor allem in die heutige Zeit passen und den Menschen unterstützen. Dies ist jene Vorgehensweise, die ich in der vergleichenden Architekturgeschichte erlernt hatte und die ich bei meiner Dissertation, einer Gegenüberstellung der gesamten traditionellen Architektur Ozeaniens, anwandte. So pflege ich auch die Lehren von Eckhard Tolle, Charles F. Haanel, Brandon Bays, des hawaiianischen Vergebungsrituals Ho’oponopono, Victor Frankl und vieles andere, was mir als wichtig erscheint, in den gesamten Prozess der Fotografie zu integrieren. Vor allem ist mir dabei die poetische Beschreibung, die in vielen dieser Werke enthalten ist, wichtig, denn Landschaftsfotografie, so wie ich sie praktiziere, hat meiner Meinung nach viel mit Poesie gemein. Sie ist für mich Poesie in Bildern. Poesie entsteht und findet man vor allem in jenen Fotos, mit denen man selbst besondere Erlebnisse und Emotionen verbindet.

Mein Schwerpunkt liegt heute in allen Bereichen der Landschaftsfotografie. Ich kombiniere meine Foto-Sessions in den Bergen immer gerne mit einer mehrtägigen Tour, um auch jene Momente vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang ausgiebig erleben und fotografieren zu können. Und alles ohne Zeitdruck sowie ohne den Druck unbedingt ein besonderes Foto machen zu müssen. Ich erlebe ganz einfach die Freude an der Natur und der Fotografie. Die Fotos entstehen von ganz alleine.

Fotografie ereignet sich.

sem_seekar_lenggries09Meine Landschaftsfotos zeigen die Schönheit der Natur unserer Welt auf eine einfache Art und Weise, so wie ich sie sehe und erlebe. Dadurch gelingt es mir die Natur – und in diesem Moment vor allem auch mich selbst - sehr aufmerksam und intensiv zu beobachten. Für mich ist es ein Weg das Erlebte im Innen und Außen festzuhalten, sodass die dabei empfundenen Emotionen später, bei Betrachtung der Bilder, wieder in Erinnerung gerufen werden können. Die vier Fotozeiten spielen dabei eine wichtige Rolle. Fotografiert man zum Beispiel einen außergewöhnlichen Sonnenuntergang, dann ist der Fotograf (bin ich) in mehrerlei Hinsicht mit dem Naturschauspiel verbunden. Der körperlichen und seelischen Bewegung beim Erwandern seines Fotomotivs, dem physischen Erleben vor Ort (Faszination und Stille), dem konzentrierten Fotografieren (Kreativität) sowie der nachfolgenden Bildbearbeitung (Entwicklung). Diese vier Faktoren tragen dazu bei, dass jener besondere Moment des Erlebens der Natur wiederholt und die dabei empfundenen Gefühle und Empfindungen verinnerlicht werden. Zu einem späteren Zeitpunkt, beim Betrachten dieser Bilder, werden diese Erlebnisse wieder 'wachgerufen'. Ein gutes Beispiel dafür sind alte SW-Fotografien von Familienmitgliedern, bei deren Betrachtung intensive Gefühle empfunden werden können. Fotografie, ob in der Natur, der traditionellen Architektur oder als Portrait, ist daher für mich gedankliches und zeitliches "Bewahren und Konservieren".

In der Erforschung der traditionellen Architektur dieser Welt wird die Fotografie dazu benutzt, vergängliche Bauten, aufwendige Bautechniken und Dekor fotografisch zu erfassen und zu dokumentieren und somit zu bewahren. Dadurch bleibt dieses kulturelle Wissen der Nachwelt in digitaler Form erhalten, denn es ist bekannt, dass durch die Globalisierung viele Kulturgüter, Bautraditionen und altes Wissen um den indigenen Hausbau und den damit verwobenen sozialen Gesellschaftsstrukturen sukzessive verloren gehen.

Durch Fotografie erlebe ich Freiheit, Freundschaft, Spaß und Enthusiasmus. Und das teile ich gerne in meinen ganzheitlichen Fotoseminaren und mit meinen Foto- und Bergfreunden, wenn wir gemeinsam zum "Kameratrekking" in der Berge gehen.

Fotografie ist das bewusste Erleben der Natur und unseres eigenen Körpers.