Was kann Fotografie?

Die Frage, was Fotografie eigentlich kann, darf sich nicht alleine auf das Foto beziehen. Ein Foto ist nicht mehr als das Ergebnis kreativen Handelns. Eine mögliche Antwort wäre, dass das, was das Foto entstehen lässt, das erwachte, kreative Potential des Menschen ist. Nun ist es aber so, dass nicht jeder Mensch gerne fotografiert, was nun wieder den Rückschluss erlaubt, dass Fotografie nur eingeschränkt, auf einen bestimmten Teil der Menschen, anwendbar wäre. Nein, auch das kann nicht stimmen, denn Fotos bewegen Menschen weltweit, und das unabhängig davon ob man selbst fotografiert oder ob man Fotos nur betrachtet.

Was kann also Fotografie wirklich? Auch hier spielt für mich die Poesie für die Beschreibung eine wesentliche Rolle. Landschaftsfotografie ist der Ausdruck von Poesie in Bildern. Unter dem Aspekt einer modernen und nachhaltigen Betätigung des Menschen, ist Fotografie gleichzusetzen mit einer zeitlosen Meditationsform. Das Wort ‚Zeitlos‘ steht dabei in direkter Berührung mit Gegenwärtigkeit, die ja jedes Fotos repräsentiert und die bei jeder Meditationsform erstrebt wird. Frei zu sein von jeder negativen Emotion und jedem negativen Gedanken. Innerliche Freiheit und Ausgeglichenheit, genauso wie es in der Natur, ohne Eingriff des Menschen, passiert. Meditation führt uns näher zum natürlichen Zustand unseres Wesens. Fotografie ist eine moderne Form von Mediation, die, wenn sie bewusst ausgeführt wird, denselben Nutzen erzielt. Fotografie erlaubt die Verwendung moderner Technik, erlaubt das Erforschen von technischen Möglichkeiten, besitzt aber auch die wunderbare Fähigkeit, den Menschen sich selbst spüren und erleben zu lassen. Vor allem im Angesicht der Schönheit der Natur. Fotografie kann Spiritualität fördern und den Menschen Ausgeglichenheit, Freude und Enthusiasmus ermöglichen.

Fotografie …

… lehrt Zeitlos und Still zu werden

… führt den Blick nach Außen und nach Innen

… begeistert

 

… lehrt uns zu sehen, präsent und dankbar zu sein für das was ist.

… lehrt uns die Aufmerksamkeit auf das ‚eine‘ was ist zu richten und das ‚andere‘ loszulassen.

… führt uns zum einzigen Punkt des Lebens: dem Jetzt

 

… lässt Momente der Leichtigkeit als Selbstverständlichkeit erleben.

… erzählt Geschichten – auch jene die ganz still sind und wenig zu sagen haben.

… ereignet sich

 

… erlaubt zu sehen ohne zu denken.

… erlaubt sich Zeit zu lassen

… bedeutet mit Licht zu malen

 

… hinterlässt Spuren!

 

Pflege Deinen Verstand mit großartigen Gedanken - Benjamin Disraeli