Winter im Tuffbad

Winter im Tuffbad – Fotografien der unberührten Landschaft des Lesachtales

Neues Jahr, neues Seminar, diesmal in einem wunderbaren Hotel im Lesachtal, dem Alpenwellness Ressort Tuffbad ****s. Ganz allein liegt es in unberührter Natur daher bietet es viele Möglichkeiten die Landschaft dieses unberührten Tales zu fotografieren. Trotz des vielen Schnees war es mir und den Teilnehmern des Seminars möglich, zu besonderen Zeiten an besondere Orte zu gehen um besondere Momente zu erleben und zu fotografieren. Perfekt unterstützt vom Team des Hotels sowie vom Geschäftsführer persönlich konnte ich mein Seminar starten. Herzlichen Dank dafür!

Wie immer sind meine Seminare in Theorie und Praxis aufgeteilt. Den täglichen Theorieteil konnte ich in einem schönen Raum im Hotel vortragen. Die Praxis war geprägt vom Wetter, denn wie so oft in den letzten Monaten spielte das Wetter auch in dieser Zeit ziemlich verrückt. Sturm, große Schneemengen, Lawinengefahr, mal Wolken, mal Sonne, Nebel. Es war alles dabei, und in dieser Art auch für unsere Tage vorhergesagt. Deshalb entschied ich mich am ersten Tag rauf auf die Lackenalm zu gehen. Dem Wetterbericht nach sollte es der schönste Tag der Woche werden. Es gab im Lesachtal Hochnebel und mein Ansinnen war es, über den Nebel zu kommen. Der Aufstieg erfolge von St. Lorenzen entlang einer präparierten Rodelbahn und dauerte etwa 1,5 Stunden. Schon während des Gehens bewunderten wir den tief verschneiten Winterwald und auch den Raureif, der auf den Bäumen klebte. Oben angekommen, standen wir zuerst hauptsächlich im Nebel. Ich dachte mir, nur noch 100 Meter höher kommen und wir schauen aus dem Nebel raus, denn es war zwischendurch immer wieder der blaue Himmel zu sehen. Aber das ging leider nicht. Nach einiger Zeit passierte dann etwas ganz besonderes. Der Nebel senkte sich und wir standen vor dem grandiosen Panorama der Karnischen Alpen. Hinter uns glühten die Gipfel der Lienzer Dolomiten und vor uns waberte der Nebel unter den im schrägen Licht angeleuchteten Bergen der Karnischen Alpen, gelegen entlang der Grenze zu Italien. Zudem war die Lackenalm auch von der Architektur her ein ganz anschauliches Stück alpine Baukunst. Ganz besonders schön war ein Baum, der neben den Hütten stand. Er bekam diese Schönheit erst als er im Jahr davor vom Blitz getroffen und ein Teil davon weggesprengt wurde. In dieser Sonnenuntergangs-Nebel-Stimmung ein geradezu ideales Motiv.

Der Nebel zog immer wieder zu und hüllte die Alm ein, dann riss er wieder auf. Hinter der Alm, in Richtung Riebenkofel, war ein winterlicher Lärchenwald zu sehen, der wie im Märchen vom Nebel durchflutet wurde. Mal kamen die Bäume raus, dann verschwanden sie wieder. Nach etwa 2 Stunden sahen wir am blauen Himmel die heranziehende Schlechtwetterfront. Etwa zur gleichen Zeit kam dann nochmals der Nebel auf uns zu und verhüllte uns komplett. Wir entschlossen uns darauf hin wieder abzusteigen. Mit einigen sehr schönen Aufnahmen in der Kamera machten wir uns zufrieden auf den Weg retour.

Der nächste Tag war schöner als von der Wettervorhersage prognostiziert. Schon am Morgen sah ich das Bergglühen der Lienzer Dolomiten aus dem Zimmerfenster. Geplant war heute Vormittag wieder eine Theorieeinheit und am Nachmittag ein Schooting im Wildsenderbachtal, welches vom Hotel in etwa 30 min. leicht erreichbar ist. Wir wollten einerseits die Winterlandschaft fotografieren, andererseits aber auch mit dem ND-Filter Langzeitbelichtungen vom Wasser machen. Und, obwohl es wärmer wurde, auch Eisfiguren im Bach fotografieren. Schon auf dem Weg dort hin sahen wir in den schattigen Bereichen des Tales zum Teil tief verschneite Bäume. Manchmal versanken wir bis zur Hüfte im Schnee. Der Schnee trug aber an den meisten Stellen sehr gut, es war leicht aufgefirnt, und der Bach hatte genug Wasser um unser Vorhaben zu versuchen. Etwa 4 Stunden lang fotografierten wir diese schöne Winterlandschaft in Begleitung mit Sonnenlicht und Nebel. Zwischendurch besuchten uns sogar zwei neugierige Gemsen. Besonders schön war dann das Licht in der Goldenen Stunde, dass auf die hinter dem Tal liegenden Berge wie z.B. dem Seekofel strahlte. Zum Abend hin marschierten wir noch entlang des Panoramaweges und konnten die Blaue Stunde im verschneiten Winterwald erleben.

Der letzte Tag gestaltete sich schwieriger, denn das Wetter wurde über Nach deutlich schlechter. Von Norden her überquerte ein Sturmtief die Alpen, mit Windspitzen bis zu 140 km/h in den Bergen. Wir hofften zwar, dass die Berge die Wolken und den Wind abhalten würden, aber dem war leider nicht so. Es begann zwischenzeitlich auch sehr stark zu schneien. Am Vormittag hielt ich wieder einen Vortrag, am Nachmittag wollten wir auf die gegenüberliegende Seite nach Frohn fahren. Dort befindet sich eine wunderschön gelegene Kapelle und der Ort bietet zudem einen tollen Blick auf die Lienzer Dolomiten und hinaus bis zum Gailtal. Der Sturm griff leider durch und so konnten wir kaum Fotos machen. Es waren sicher Windböen um die 80 km/h an diesem Ort, deshalb waren wir nur kurz in Frohn. Als Alternative bot sich auch der Innenraum der Kapelle an. Die mit barocken Fresken ausgemalte  Kirche macht einen durchaus alpinen Eindruck und war sicherlich für die wenigen Seelen des Dörfleins Frohn errichtet worden. Nichtsdestotrotz waren die Tage ein Erlebnis, sowohl für die Kursteilnehmer als auch für mich. Ich hoffe die Bilder können Euch ein bisschen die Schönheit dieses Tales vermitteln. Nochmals einen herzlichen Dank an die Unterstützung des Alpenwellness Ressorts Tuffbad und vor allem an die Teilnehmer des Seminars, die mir mit Ihrer Begeisterung und Offenheit eine große Freude bereiteten.

Sehen Sie hier Fotos vom Seminar:
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